Wie es die Tradition verlangt wurden die Imster Buabe bei Bürgermeister Stefan Weirather vorstellig, um die Fåsnåcht-Fråge zu stellen. Diese wurde mit einem „klaren Ja“ beantwortet und somit hat die Imster Buabefåsnåcht am 8. Februar ganz offiziell den Segen der Stadt Imst.
Die Imster Buabefåsnåcht am 8. Februar 2026 rückt immer näher. Die Vorfreude und das Fasnachtsfieber steigt bei allen Beteiligten und Organisatoren von Tag zu Tag. Tausende Besucher aus nah und fern werden zur „kleinen“ Imster Fåsnåcht erwartet.
Nach dem begeisterten und eindeutigen Ja bei der Vollversammlung am „Kinigtag“ folgte nun der nächste Formalakt. Am 14. Jänner wurden über 20 Imster Buabe aller Fåsnåchtsgruppen in Begleitung des Fåsnåchtskomitees mit Obmann Manfred Waltner und seinem Stellvertreter Peter Linser an der Spitze bei Bürgermeister Stefan Weirather vorstellig. Wie es die Tradition verlangt, baten sie um die Erlaubnis, die Buabefåsnåcht durchführen zu dürfen.
Traditionell gehört es auch dazu, dass die Frage mit Raffinesse und mit einem Augenzwinkern formuliert wird. Die Politik muss dabei auf der Hut sein, denn die richtige Antwort kann – je nach Formulierung – auch einmal ein Nein sein. Vorgeschickt von der männlichen Jugend wurde Deklamator Lukas Klinger (Labara), der die allesentscheidende Fåsnåcht-Fråge in Gedichtform vortrug:
"Hey Bürgermeister, sei Iatz staat,
Heint stian mir Buabe parat.
Seit vier Jahr tian mir Iatz warte,
Habe viel g'spielt mit die Großeltern mit die Karte.
Aber huire, Stefan, da war's so weit,
Nach langem Warten, wieder amal Buabefasnachtzeit.
Drum tat i di voll Ehrfurcht bitte,
Lass ins Buabe Mal herrsche über Oberstadt, Unterstadt und Imst-Mitte.
Lei für uan Tag, mehr Brauch Ma it.
Am 08. Februar, des war en Hit.
Danach kannst du die Stadt wieder schalte und verwalte.
Bis zur nächsten Fasnacht vielleicht Kramergasse nui gestalte.
Und uans lieber Bürgermeister mecht i dir No sagen,
In vier Jahr tate mir Buabe wieder kemmen um für die Stadt zu fragen."
Bürgermeister Stefan Weirather, selbst ein begeisterter Fåsnåchtler, dankte für den schönen Vortrag und gab aus vollem Herzen seine Zustimmung und ein „klares Ja zur Imster Buabefåsnåcht 2026“. Damit wurde auch im Namen der beiden anwesenden Vizebürgermeister Thomas Schatz und Marco Seelos sowie des gesamten Gemeinderates die offizielle Erlaubnis erteilt.
"Natürlich dürft ihr an diesem Tag die Stadt Imst übernehmen und nutzen. Ich freue mich darauf und hoffe auf großartiges Wetter und eine unfallfreie Veranstaltung. Ich wünsche allen eine schöne Fåsnåcht", so Weirather.
Auch die beiden Vizebürgermeister zeigten sich begeistert über die vielen jungen Imster Buaben, die in die Fåsnåcht gehen wollen. Beide sind selbst aktive Fåsnåchtler. "Die Vorfreude ist bereits groß. Ich war schon bei der einen oder anderen Probe dabei und werde mir vieles von euch für die große Fasnacht in zwei Jahren abschauen. Ich hoffe auch, dass ich euere Kondition erbe", scherzte Sportreferent Marco Seelos. Verkehrsreferent Thomas Schatz ergänzte: "Das ist euer Tag – ihr regiert die Stadt, und natürlich drehen wir auch den Verkehr ab. Ich wünsche euch viel Freude, Begeisterung und eine tolle Gaudi."
Im Anschluss wurden die jungen Fåsnåchtler mit Limonaden und Faschingskrapfen bewirtet.