"Versteckter Zauber": Ausstellung Martina Kopp im Imster Fåsnåchtshaus

Die Veranstaltung findet wie geplant statt.

Plakat Ausstellung

"Versteckter Zauber": Ausstellung Martina Kopp im Imster Fåsnåchtshaus. © Imster Fasnacht/Martina Kopp

Martina Kopp und das Schemenlaufen: Die Fåsnåcht aus Sicht der Künstlerin:

So wie die Ursprünge unserer Fåsnåcht trotz immer wieder neuer Erkenntnisse im Dunkel der Geschichte zu finden sind, verhält es sich auch um den eigenartigen Begriff Schemenlaufen. Er gilt heute als die gängige Bezeichnung für den großen Imster Fasnachtsumzug. Was bedeutet denn der Ausdruck Scheme eigentlich? In einer als Stamser Arzneibüchl bezeichneten Pergamenthandschrift aus der Zeit um 1200 taucht der Begriff erstmalig in Tirol auf, und zwar als sceme in einem Atemzug mit larva und ähnlichen Begriffen in der Bedeutung von Gespenst und Dämon, ein möglicher Hinweis auf die Scheme als Schein oder Schattenbild. Nun es sind weder Gespenster noch Schattenbilder, die in Imst in die Fåsnåcht gehen – und die Mitwirkenden laufen nicht, sondern machen als Roller und Scheller ihr berühmtes Tanzspiel, das Gangle, tanzen als Hexen, trippeln als Ordnungsmasken oder walzen als Bären in die Zuschauermenge.

Trotz seiner langen Nachweisbarkeit hat sich der Name Schemenlaufen interessanterweise nie im Imster Volksmund eingebürgert: Man ist ein Fåsnachtler, kein Schemenläufer, geaht in d’ Fåsnåcht und nicht ins Schemenlaufen, agiert als Roller, Scheller, Wiflig, Kübelemaje etc., nicht als Scheme. Die Benennung Schemenlaufen ist also bis heute nur dem offiziellen Sprach- und Schriftgebrauch vorbehalten geblieben. 

Und dennoch: Dem Namen Schemenlaufen haftet etwas Geheimnisvolles, ja ein versteckter Zauber an.

Martina Kopp lässt die rätselhafte Figur des Spritzers in ihrer Fotografie, die das heurige Fasnachtsplakat repräsentiert, gleichsam aus dem Hintergrund ans Licht kommen – die teils verschwommenen, teils sehr fein herausgearbeiteten Konturen der Gestalt erscheinen so wie der Brauch selbst: Zart und robust zugleich, mystisch und eben schemenhaft.

Die Ausstellung "Versteckter Zauber" von Martina Kopp im Imster Fåsnåchtshaus ist vom 19. Jänner bis 22. März 2024 zu sehen. Öffnungszeiten: Jeden Freitag von 16:00 bis 19:00 Uhr und auf Anfrage jederzeit möglich.

Die Vernissage findet am Samstag, 13. Jänner 2024, um 19 Uhr statt. Eintritt frei!

MARTINAS LEBENSLAUF

  • Kunstgymnasium Stift Viktring in Klagenfurt
  • Assistentin bei Mario Rabensteiner
  • Einjähriges Digital Photography Program Vancouver Institute of Media Arts
  • Gründung von Martina + Reem Photography in Vancouver mit surrealistischem Ansatz der Mode- und FineArt Fotografie gewannen wir weltweit einige Preise und Auszeichnung.
  • Veröffentlichungen in der Photo Vogue, Vogue Italia
  • 1. Platz bei Prix de la Photograhie in Paris
  • Auszeichnung bei den Tokio International Foto Awards in der Kategorie Fine Art & Landschaft
  • Arbeiten am Times Square New York im Rahmen des Events „Art Takes Times Square“ und „Artist Wanted“
  • Zusammenarbeit mit dem Modelabel Some Product für die Vancouver Fashion Week
  • Anstellung bei der Kreativ Agentur HausWild in Toronto
  • Nach 9 Jahren Kanada wieder zurück nach Imst
  • Kunststraße Imst 2018 FineArt Serie mit Videoinstallation
  • Plakatgestaltung Kunstraße 2021
  • Ausstellung mit Eva Maria Kirchmair-Krismer
  • Fotografin bei der WEST in Imst

www.martinakopp.com

Termine
weitere Termine
Zeit16:00-19:00 Uhr
OrtStreleweg 6
A-6460 Imst
VeranstaltungsstätteImster Fasnachtshaus

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