Die mittlerweile bereits traditionelle Weihnachtsfeier der Stadtgemeinde Imst für die Seniorinnen und Senioren fand am 2. Dezember statt. Im weihnachtlichen Ambiente wurde nach dem offiziellen Teil im Stadtsaal beim gemütlichen "Huangert" viel geredet und gelacht.
Rund 190 Gäste der Jahrgänge 1947 und älter genossen das weihnachtliche Ambiente und stimmungsvolle Musik bei der traditionellen Senioren-Weihnachtsfeier der Stadtgemeinde Imst. Begrüßt wurden sie von Bürgermeister Stefan Weirather, den Vizebürgermeistern Thomas Schatz und Marco Seelos sowie Stadtrat Richard Aichwalder. Auch Stadtrat Helmuth Gstrein und Gemeinderat Friedl Fillafer waren als Stadtpolitiker und geladene Senioren anwesend.
In seiner Ansprache gab Bürgermeister Weirather einen Überblick über die vergangenen Jahre und die aktuellen Herausforderungen: „Die letzten Jahre waren nicht einfach. Weltweite Krisen und Kriege wirken sich bis auf die Gemeindeebene aus. Bund, Länder und Gemeinden kämpfen mit knapper werdenden Mitteln. Wir müssen lernen, mit Einschränkungen zu leben – auch die junge Generation. Der Finanzausschuss hat sich zwölf Mal getroffen, um mögliche Einsparungen zu diskutieren. Der Aufschrei war groß, denn gespart werden soll immer bei den anderen. Nach vielen Gesprächen ist es uns gelungen, das Budget 2026 im Ausschuss zu beschließen. Am 16. Dezember wird es dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt. Zu beachten ist, dass bereits rund 90 Prozent der Finanzmittel für die Daseinsvorsorge gebunden sind. Bei den Vereinen – dem Kitt unserer Gesellschaft – gibt es im Gegensatz zu anderen Gemeinden keine Kürzungen bei den Förderungen.“
Es folgte ein informativer Überblick über bereits getätigte und laufende Investitionen:
„Trotz allem geht es uns wirtschaftlich sehr gut und wir sind breit aufgestellt. Auch die Kommunalsteuer entwickelt sich positiv – 2026 erreichen wir erstmals die Sieben-Millionen-Euro-Grenze“, freut sich Bürgermeister Weirather. Zusammen verfügen die Stadtgemeinde Imst und die Stadtwerke über ein Budget von rund 60 Millionen Euro.
„Viele Aufgaben wurden in den letzten Jahren von Bund und Land auf die Gemeinden abgewälzt. Das führt zu großen Finanzierungsproblemen. Die Ertragsanteile aus dem Steuerkuchen sind von 2002 bis 2024 nur minimal gestiegen, während die Ausgaben um 30 Prozent zugenommen haben. Allein für die Daseinsvorsorge überweisen wir an das Land Tirol neun Millionen Euro, davon drei Millionen in den Krankenhausfonds. Dank der Stadtwerke konnten wir in schwierigen Zeiten auf Gewinnentnahmen zurückgreifen. Dennoch wird der finanzielle Spielraum enger und nicht alles wird umsetzbar sein“, betonte Weirather.
Sein Dank galt den Stadt- und Gemeinderäten für die konstruktive Zusammenarbeit sowie den Mitarbeitern des Bauhofs und den Mitgliedern der Stadtfeuerwehr, die für Ordnung und Sicherheit sorgen.
„Es freut mich sehr, dass so viele gekommen sind. Ich wünsche allen eine ruhige und besinnliche Advent- und Weihnachtszeit sowie viel Gesundheit und Zufriedenheit im neuen Jahr 2026“, so Bürgermeister Weirather abschließend.
Für die musikalische Umrahmung sorgte die Landesmusikschule Imst: Anna Bernhard verzauberte mit Harfenklängen, begleitet von Direktor Johannes Nagele am Keyboard. Für Heiterkeit und zahlreiche Lacher sorgte der Theaterverein mit seiner humorvollen Einlage „Das dynamische Duo zu Dritt“.
Die festliche Dekoration und die Bewirtung übernahm Gabi Praxmarer mit dem Stadtsaal-Team. Kulinarisch verwöhnt wurden die Gäste mit Wiener Schnitzel und Kartoffelsalat vom Glenthof sowie handgemachten Keksen der Bäckerei Perktold.