Sportzentrum Imst: Modernisierung des Eislauf- und Stockplatzes auf der Zielgeraden

Die Modernisierung des Eislauf- und Stockplatzes im Sportzentrum Imst schreitet zügig voran. Mit einer neuen Kältetechnik, einem sanierten Asphaltbelag und Investitionen in eine nachhaltige Infrastruktur werden die Voraussetzungen für einen langfristigen Betrieb der Anlage geschaffen. Damit stellt die Stadtgemeinde Imst auch künftig ein attraktives und verlässliches Sportangebot für die Bevölkerung sowie die gesamte Region zur Verfügung.


Trotz der heißen Sommertemperaturen richtet sich der Blick im Sportzentrum Imst bereits auf die kommende Eislaufplatzsaison. Derzeit laufen die Arbeiten zur Erneuerung des Eislauf- und Stockplatzes auf Hochtouren.

Das Gesamtprojekt umfasst zwei wesentliche Maßnahmen: Einerseits wird die nach 28 Jahren Betriebszeit in die Jahre gekommene und mittlerweile defekte Kältetechnik vollständig erneuert. Andererseits wurde im Zuge der Modernisierung der bisherige Bodenbelag ausgetauscht. Der neu asphaltierte Platz bietet nun zehn Bahnen für den Stocksport sowie sechs zusätzliche Bahnen für das Zielschießen.

Der Platz steht ab sofort wieder für die Stockschützen zur Verfügung“, freut sich Sportreferent und 2. Vizebürgermeister Marco Seelos. Gemeinsam mit dem Leiter der Sportstätten, Sandro Klingenschmid, überzeugte er sich kürzlich bei einem Lokalaugenschein und einer ersten Runde Stockschießen von der Qualität des neuen Belags.

Die umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen verbessern die Infrastruktur des Sportzentrums nachhaltig und machen die Anlage sowohl für den Stocksport als auch für den bevorstehenden Eislaufbetrieb fit für die Zukunft. Die Fertigstellung der Arbeiten ist rechtzeitig vor Beginn der kommenden Wintersaison geplant.

Notwendige Investitionen nach technischem Defekt

Ein kurzer Rückblick zeigt, warum die Investitionen erforderlich wurden: Ein technischer Defekt der Eismaschine führte im Dezember 2025 zu Einschränkungen im Betrieb. Dank des großen Einsatzes aller Beteiligten konnte die Anlage jedoch nochmals instandgesetzt und der Eislaufbetrieb während der Wintersaison 2025/26 sichergestellt werden.

Da die Reparatur der altersschwachen Eismaschine keine nachhaltige Lösung darstellte, wurden bereits im Herbst 2025 weitere Investitionsmöglichkeiten geprüft. Im Budget 2026 wurden schließlich 200.000 Euro für die Erneuerung des Bodens am Eislaufplatz vorgesehen.

Im Zuge der weiteren Planungen ergab sich über Kontakte eine interessante Möglichkeit in Bruck an der Mur. Dort musste die bestehende Eisanlage aus Kostengründen stillgelegt werden. „Der Stadtrat fasste daraufhin kurzfristig den Beschluss, die gebrauchte, aber kostengünstige Eiskältemaschine samt Mattensystem anzukaufen. Der Abbau der Anlage in der Steiermark erfolgte im April, anschließend werden die Komponenten in Imst wieder aufgebaut“, informiert Sportreferent Marco Seelos.

Mit dem Ankauf der Anlage wird gleichzeitig auch das Kühlsystem modernisiert. Künftig wird die Eisfläche nicht mehr ausschließlich über die Kältemaschine, sondern zusätzlich über Kühlmatten gekühlt, die auf dem Asphalt verlegt werden. Dadurch kann die Leistungsfähigkeit der Anlage gesteigert und gleichzeitig ein energieeffizienter sowie ressourcenschonender Betrieb sichergestellt werden.

Asphaltierung des Platzes abgeschlossen

In einem weiteren Schritt wurde der sanierungsbedürftige Asphaltbelag erneuert. Bereits im Frühjahr erfolgte durch den städtischen Bauhof der Abbau der alten Anlage samt Banden und Kabinen. Inzwischen wurde die Neuasphaltierung durch die Firma Swietelsky fertiggestellt.

Als nächster Bauabschnitt steht die Errichtung der notwendigen Fundamente für die Eiskältemaschine an. Die Inbetriebnahme der neuen Kältetechnik ist für Mitte September beziehungsweise Anfang Oktober vorgesehen. Ziel ist es, den Eislaufplatz – wie in den vergangenen Jahren – Anfang bis Mitte November wieder zu eröffnen. Mit der neuen Technik wird die Vereisung künftig nur noch fünf bis sieben Tage in Anspruch nehmen.

Nach Abschluss aller Arbeiten steht einem erfolgreichen und langfristigen Weiterbetrieb des Eislaufplatzes in den kommenden Jahren nichts mehr im Wege.

Einsparungen von rund 300.000 Euro

Durch die Lösung mit der gebrauchten Technik aus Bruck an der Mur können die Kosten um rund 300.000 Euro gesenkt werden. Zudem wurde und wird vieles in Eigenleistung durch den städtischen Bauhof erledigt. Die Gesamtkosten für die Modernisierung der Anlage können so voraussichtlich auf 250.000 bis 300.000 Euro reduziert werden. In den aktuell herausfordernden Zeiten ist dies keine Selbstverständlichkeit und wir sind froh über die getroffenen Einsparungsmöglichkeiten“, betont Seelos. Besonders wichtig sei dabei, dass sämtliche Maßnahmen stets in enger Abstimmung mit den Nutzern der Infrastruktur beziehungsweise den betroffenen Vereinsvertretern geplant und umgesetzt wurden.

Auch mit dem Land Tirol fanden bereits erste Gespräche statt. Ein entsprechender Förderantrag wurde eingereicht. „Die Stadtgemeinde hofft natürlich auf eine positive Zusage und eine Mitfinanzierung. Schließlich sind nicht nur der Eislauf- und Stockplatz, sondern das gesamte Sportzentrum ein großer Mehrwert für unsere Stadt und die gesamte Region. Sowohl die Bevölkerung als auch die Schulen der Umlandgemeinden profitieren vom umfangreichen Sportangebot, das die Stadt Imst zur Verfügung stellt“, so Sportreferent Seelos abschließend.

Nächstes Projekt: Sanierung des Kunstrasenplatzes

Trotz der aktuell notwendigen Sparmaßnahmen soll auch in den kommenden Jahren in die laufende Instandhaltung und Modernisierung des Sportzentrums investiert werden. Die entsprechenden Planungen laufen bereits. Derzeit werden Maßnahmen zur Sanierung des Kunstrasenplatzes vorbereitet, deren Umsetzung für das Jahr 2027 vorgesehen ist.

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