Sparkassenplatz wird grüner: Zwei Roteichen gepflanzt

Nach der Abtragung der Dachkonstruktion wird der Sparkassenplatz neugestaltet. Das Konzept sieht eine einladendere und vor allem grünere Atmosphäre vor. Als erster Schritt wurden zwei Roteichen gepflanzt. Die Bäume wurden von den Unternehmern Mathias Bair und Hans Strobl gestiftet. Mit den Schattenspendern und neuen Sitzmöbeln soll der Platz künftig zum Verweilen einladen.


Die Neugestaltung des Imster Sparkassenplatzes nimmt erste Formen an. Künftig sorgen anstelle der abgetragenen Dachkonstruktion zwei Roteichen und Sitzmöbel aus Holz für eine einladendere Gestaltung. Das Ziel ist eine Begrünung des Platzes und die Schaffung einer attraktiveren Aufenthaltsmöglichkeit in der Innenstadt. Aufgrund der budgetären Situation  lag der Fokus des Projekts von Beginn an darauf, die Gesamtkosten deutlich unter den ursprünglich für die Sanierung  des kaputten Foliendachs veranschlagten 70.000 Euro zu halten.

Die Neugestaltung des Sparkassenplatzes ist ein starkes Zeichen dafür, wie wir in Imst mit gemeinsamer Kraft und klarer Vision Stadtentwicklung betreiben können. Es freut mich besonders, dass wir – trotz des knappen Budgets – eine nachhaltige, naturnahe und zugleich einladende Lösung realisieren konnten, die dem Platz wieder Leben einhaucht. Die Pflanzung der beiden Roteichen ist ein sichtbares Symbol für Neuanfang, Beständigkeit und städtische Lebensqualität“,

 betont Gemeinderätin Pia Walser, Obfrau des Stadtentwicklungs- und Innovationsausschusses. 

Entfernung statt Dachsanierung

Das markante Dach am Sparkassenplatz wurde im November 2024 abgetragen. Die Membran des Flugdaches vor der Imster Sparkasse war seit einem Schaden am 5. März 2024 undicht. Im Stadtrat wurde nach einer längeren Diskussion schließlich die Entscheidung gefällt, dass das 2017 errichtete Dach, welches nie der transparenten Planung entsprach, noch vor dem Winter entfernt wird. Auch die Sparkasse Imst sprach sich gegen eine kostenintensive Sanierung der Konstruktion aus.

Mit zwei großen Autokränen wurde die 21 Tonnen schwere Dachkonstruktion am 11.  November sicher auf den Boden gehievt. Dort erfolgte die weitere Zerlegung für den Abtransport. Erfreulicherweise fiel der Erlös des Stahls höher aus als zunächst angenommen, sodass die Kosten für die Demontage der Konstruktion vollständig gedeckt wurden.

Konzept wurde erarbeitet

Indes liefen die Planungen zur Neugestaltung des Vorplatzes des Geldinstitutes auf Hochtouren. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Innovation hatte sich in Abstimmung mit der Sparkasse Imst für eine Begrünung mittels Bepflanzung mit zwei Bäumen entschieden. In Zusammenarbeit mit dem Zammer Architekten Michael Goidinger, der vor Kurzem dem Dorfplatz in seiner Heimatgemeinde ein neues Gesicht verpasste, wurde ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet. Einbezogen in das Projekt wurde auch die städtische Bauabteilung (Tiefbau). Die beiden heimischen Unternehmer Mathias Bair und Hans Strobl kündigten bereits zu Beginn der Umgestaltung an, dass sie zwei Bäume sponsern werden

Bäume als Schattenspender

Am 20. Mai wurden von Mitarbeitern des städtischen Bauhofs unter Mithilfe von Gärtner Mathias Bair und unter Aufsicht des ehemaligen Stadtrats Hans Strobl schließlich zwei Roteichen gepflanzt. Der bisherige Technikraum auf der südlichen Seite der Dachkonstruktion bekam im Sinn der Nachhaltigkeit eine neue Funktion. Nach dem Ausbau der Technik und dem Entfernen der Zwischenwand wurde die Grube mit Humus gefüllt. Auf der nördlichen Gegenseite wurde neben dem Fundament, das ebenfalls im Boden verbleibt, nach Entfernung des Pflasters eine zweite rund 1,10 bis 1,20 Meter tiefe Pflanzgrube ausgehoben. Diese ist ebenfalls nach unten offen damit die Bäume mehr Wasser bekommen. Die Wände wurden mit Beton verstärkt, um ein Auswurzeln des Baums auf den Platz zu verhindern. 

Die beiden Baumpaten hoffen nun, dass „die Roteichen ordentlich Wurzeln schlagen und wachsen, um künftig als Schattenspender an heißen Sommertagen zu dienen.“

Neue Sitzmöbel und Beleuchtung

Im nächsten Projekt-Schritt werden rund um die Bäume Sitzmöglichkeiten aus Holz installiert. In der südlichen Pflanzgrube (ehem. Technikraum) werden wieder Sitzgelegenheiten auf dem bereits vorhandenen Beton angebracht. In nördlichen Bereich wird über den Humus ein begehbarer Gitterrost installiert, da die dortigen Bänke zum Baum hin ausgerichtet sind. In der Mitte zwischen den Bäumen ist eine große und schwere Sitzmöblierung aus Zirbe vorgesehen. Diese ist als rechteckiger Kubus mit einer organisch ausgefrästen Sitzfläche gestaltet. Künftig soll damit auch das Problem der parkenden Autos vor der Sparkasse gelöst werden, da diese nicht einfach auf die Seite verrückt werden kann. Bei speziellen Anlässen, wie der Fasnacht oder Veranstaltungen, kann die Sitzmöblierung aber vom städtischen Bauhof problemlos entfernt werden.

Aktuell laufen auch noch Gespräche über die neue Beleuchtung des Platzes. Bisher wurde der Bereich über das abgetragene Dach beleuchtet. Künftig ist angedacht, dass diese über die Fassade der Sparkasse erfolgen soll. Bis Herbst 2025 soll die Neugestaltung des Sparkassenplatzes abgeschlossen sein.

Ort des Verweilens, des Miteinanders und der Begegnung

Mein besonderer Dank gilt den Unternehmern Mathias Bair und Hans Strobl für ihre großzügige Baumspende, dem Architekten Michael Goidinger für die kreative Planung sowie unserem engagierten Team vom Bauhof. Ein herzlicher Dank geht auch an die Sparkasse Imst für die konstruktive Zusammenarbeit und die wertvolle Unterstützung während des gesamten Prozesses, sowie an den gesamten Gemeinderat für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung dieses Projektes“, so Obfrau Pia Walser. „Ich bin überzeugt: Der neue Sparkassenplatz wird zu einem Ort des Verweilens, des Miteinanders und der Begegnung – mitten im Herzen von Imst.“

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