Projekt „Langes Leben“: Gesundheit, Gemeinschaft und Dankbarkeit

Mit dem Projekt „Langes Leben“ soll ein starkes Zeichen für eine neue Kultur des Alterns gesetzt werden. Ziel ist es, Gesundheit und Lebensfreude im Alter zu fördern, Einsamkeit vorzubeugen und Dankbarkeit sichtbar zu machen. Durch Impulsvorträge, Lebensgeschichten und Dankbarkeitstage entsteht ein Raum für Begegnung, Wertschätzung und aktives Miteinander.


Das Projekt „Langes Leben“ wurde von Gottfried Mair vom Gemeinnützigen Verein Ökozentrum initiiert. Gemeinsam mit weiteren Projektteilnehmern soll eine neue Kultur des Alterns entstehen. Im Mittelpunkt steht die Förderung der Gesundheit, die Vorbeugung von Einsamkeit und die Stärkung der Lebensfreude bis ins hohe Alter. Auch Dankbarkeit, die in unserer Gesellschaft oft zu kurz kommt, soll bewusst gelebt werden.

Wir wollen zeigen, dass Altern nicht das Ende der Selbstwirksamkeit bedeutet, sondern ein neuer Anfang sein kann. Gesundheit, Sinn, Dankbarkeit und Gemeinschaft – das sind die wahren Quellen eines langen Lebens“, betont Ideengeber Mair.

Fünf Teilprojekte – erste Schritte gesetzt

Insgesamt fünf Teilprojekte sind geplant. Gestartet wurde im Herbst mit Impulsvorträgen der Musikkapelle und der Schützenkompanie im Café Rosengartl. Im Rahmen einer Pressekonferenz am 25. November wurden mit „Mein Leben – Mein Gesicht. Interviews von Lebensgeschichten“ und „Dankbarkeitstage: Zitate, Geschenke, Dankbarkeitskarten“ zwei weitere Teilprojekte vorgestellt. Neben dem Pflegezentrum Gurgltal und dem Sozial- und Gesundheitssprengel Imst und Umgebung ist auch Pro Mente Tirol als Partner mit dabei. 

Aktiver Austausch und Teilhabe

Mit hat das Projekt auf Anhieb sehr gut gefallen“, erinnert sich Andrea Jäger, Leiterin des Pflegezentrums Gurgltal, an dem Moment als ihr Gottfried Mair die Idee und das fertige Konzept präsentiert hat. „Das Pflegezentrum ist eine Drehscheibe und es bringt Bewegung, Kommunikation und Menschen von außen in unser Haus. Die beiden Impulsveranstaltungen mit der Stadtmusik und den Schützen waren kurzweilig und unterhaltsam. Menschen aller Generationen kommen zusammen, es entsteht Dialog und gegenseitiger Austausch. Zudem waren viele unserer Senioren jahrelange in Vereinen tätig.“ Ziel ist es, Senioren wieder aktiv ins gesellschaftliche Leben einzubinden.

"Mein Leben – Mein Gesicht"

Im Rahmen des Teilprojekts „Lebensgeschichten führte Gottfried Mair Interviews mit sieben Menschen aus Imst. Die Ergebnisse sind auf Plakaten im öffentlichen Raum – etwa im Pflegezentrum, am Johannesplatz, Lainplatz und Sparkassenplatz – sowie in Schaufenstern zu sehen.

Ziel ist es, Lebensgeschichten und Lebensweisheiten sichtbar zu machen – von einem jungen Menschen und sechs älteren Persönlichkeiten aus Imst. Alle Beteiligten sind stolz und mit Freude dabei“, erklärt Mair. Die Altersspanne reicht vom 24-jährigen Koch des Pflegezentrums bis zum 90-jährigen Senior. Für Hausleiterin Jäger sind solche Initiativen besonders wertvoll. „Ältere Menschen, die viel zu erzählen haben, werden vor den Vorhang geholt. Gleichzeitig fördern wir aktive Teilnahme und Mitgestaltung.

Begeistert vom Projekt zeigt sich auf Pflegedienstleiter Lukas Gabl vom Sozialsprengel Imst und Umgebung:Wir sind eine wichtige Drehscheibe für die Vermittlung von außen. Deshalb haben wir unsere Klient:innen informiert und gefragt, ob sie mitmachen möchten. Einige erzählen gerne ihre Lebensgeschichte und lassen andere daran teilhaben.“

Dankbarkeit und Begegnungen

Die Dankbarkeitstage vom 12. bis 14. Dezember setzen als weiteres Teilprojekt ein starkes Zeichen. Ziel ist es, Dankbarkeit sichtbar zu machen – im Pflegezentrum, im Betreuten Wohnen, im Sozialsprengel und in der Öffentlichkeit. Die Klient:innen von Pro Mente Tirol haben dafür kleine Andenken gefertigt. „Diese wurden im Zentrum Imst aus verschiedenen Materialien hergestellt. Die Weihnachtssterne werden an die betreuten Menschen im Pflegezentrum sowie an die 125 Klient:innen des Sozialsprengels verteilt. Dankbarkeit ist ein Thema, das nie abgeschlossen ist. Dankbar zu sein für das, was man hat, ist ein schöner Ansatz“, betont Christina Wechselberger von Pro Mente Tirol.

Auch Pflegedienstleiter Gabl verweist darauf, dass die Mitarbeiter:innen des Sozialsprengels bei der Betreuung ihrer Klient:innen sehr oft Dankbarkeit erfahren.

Dankbarkeitstage laden zur Wertschätzung ein

Zusätzlich wurden spezielle Dankbarkeitskarten gestaltet. Auf der Vorderseite steht ein kurzer Text, warum Dankbarkeit guttut, die Rückseite bietet Platz für persönliche Gedanken sowie einen QR-Code mit weiteren Informationen. Diese Karten sowie Zitate zum Thema Dankbarkeit liegen vom 12. bis 14. Dezember im Café Rosengartl (Pflegezentrum) und im Café SALZwasser (Kramergasse) zum Mitnehmen bereit. Gerne können diese auch verschenkt werden.

Es geht um Dankbarkeit, Identität, Empathie, Resilienz und Gesundheit. Alle, die mitmachen, bekommen ein kleines Geschenk“, erklärt Mair und ergänzt: „Dankbarkeit macht Menschen gesünder und glücklicher. Lebensgeschichten geben Würde, Identität und schaffen Zusammenhalt. Beides zusammen verwandelt Pflege und Gesellschaft in einen Raum voller Anerkennung und Wärme.“

Weitere Akzente werden bis 2028 gesetzt

Die Impulsvorträge, die Dankbarkeitstage und die Interviews im Rahmen von „Mein Leben - Mein Gesicht“ sind aber nur Teile des Gesamtprojekts „Langes Leben“. Im Juni 2026 sind die nächsten zwei großen Aktionen geplant. Auf der Website regional.tirol/langesleben finden Interessierte Videos: Schüler:innen der Handelsakademie Imst produzieren diese selbst – von Bewegungstipps über Gedächtnisübungen bis hin zu Pflegehilfen. So entsteht eine Brücke zwischen den Generationen: Junge Menschen lernen von der Lebensweisheit der Älteren und geben Wissen digital weiter. Geplant ist auch die Erstellung eins eigenen Handbuchs ab 60 für den Alltag und Selbstständigkeit mit 110 Seiten. 

Drei Teilprojekte werden von der Sparkasse Imst  gefördert (Förderpreis 2025). Die weiteren Teilprojekte sowie die Materialkosten sind derzeit noch nicht finanziert. Hier ist Projektinitiator Gottfried Mair noch auf der Suche nach Sponsoren. Alle Partner, Experten und die Projektleitung arbeiten ehrenamtlich. Bis ins Frühjahr 2028 läuft das Projekt „Langes Leben“ und es sollen weitere Akzente gesetzt werden.

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