
ÖBB: Bauarbeiten der Deutschen Bahn beeinflussen Fernverkehr auf der Weststrecke.
© ÖBB Eisenberger
Im Zuge notwendiger Infrastrukturmaßnahmen im Bahnnetz kommt es ab Mitte Juni 2026 zu umfassenden Anpassungen im Fahrplan. Betroffen sind insbesondere Verbindungen von Wien nach Tirol und Vorarlberg sowie internationale Strecken von und nach Deutschland. Reisende müssen sich im genannten Zeitraum auf geänderte Routen, längere Fahrzeiten und zusätzliche Einschränkungen einstellen. Zusätzlich finden von Juli bis September Bauarbeiten im Unterinntal statt. Fahrplanauskünfte auf https://fahrplan.oebb.at.
Die bereits laufenden Bauarbeiten der Deutschen Bahn (DB) wirken sich weiterhin spürbar auf den Bahnverkehr in Österreich aus. Die Sperre der Strecke Passau – Obertraubling bei Regensburg von 14. Juni bis 12. Dezember 2026 beeinflusst internationale Bahnverbindungen sowie den Bahnverkehr innerhalb Österreichs, da die Netze eng miteinander verknüpft sind. Die ÖBB bitten die Fahrgäste sich kurz vor Reiseantritt über ihre Verbindungen zu informieren und Zeitreserven einzuplanen. Fahrplanauskünfte: oebb.at, westbahn.at, oebb.at/baustellen, 05-1717 und SCOTTY mobil.
Längere Fahrzeiten am Deutschen Eck und westlich von Innsbruck
Während der Bauzeit werden täglich rund 120 Güterzüge, die üblicherweise über Passau fahren, über die Weststrecke München – Salzburg – Wels umgeleitet. Durch die hohe Streckenauslastung am Deutschen Eck müssen Züge teilweise langsamer fahren. Die Fahrzeit zwischen Salzburg und München bzw. Innsbruck verlängert sich in beiden Richtungen um rund 15 Minuten. Fahrgäste auf der Strecke zwischen Wien und Vorarlberg müssen mit 30 Minuten längeren Fahrzeiten rechnen. Der Fernverkehr westlich von Innsbruck ist zeitlich verschoben:
- Züge Richtung Vorarlberg fahren in Innsbruck Hauptbahnhof rund eine halbe Stunde später ab
- Züge Richtung Innsbruck Hauptbahnhof fahren in Vorarlberg entsprechend früher ab
Zusätzliche Bauarbeiten im Unterinntal (10. Juli bis 16. September)
Parallel zu den DB-Bauarbeiten finden Bauarbeiten im Unterinntal statt. Diese haben zusätzliche Auswirkungen auf den Fernverkehr auf der Weststrecke: Von 10. Juli bis 16. September kommt es in Innsbruck bei Fernverkehrszügen zu späteren Ankünften aus Richtung Wien/Salzburg bzw. früheren Abfahrten in Richtung Salzburg/Wien und somit zu einer längeren Reisezeit zwischen Salzburg und Innsbruck. Für Fahrgäste ins Tiroler Oberland und nach Vorarlberg gibt es durch diese Bauarbeiten keine zusätzliche Fahrzeitverlängerung.
Über die Sommermonate erhalten die beiden Tunnel der neuen Unterinntalbahn einen nachhaltigen Modernisierungsschub. Aufgrund der steigenden Verkehrsnachfrage erfolgt eine sogenannte signaltechnische Blockverdichtung und im Terfnertunnel die Fertigstellung des Überholbahnhof Vomp im Auftrag der BBT SE. Das bedeutet, dass besonders im Hinblick auf die Fertigstellung des Brenner Basistunnels engere Zugfolgen gefahren werden können und so die geplanten Zugfahrten möglich sind. Für die Blockverdichtung und den Überholbahnhof Vomp wird das europaweit einheitliche Zugsicherungssystems ETCS verwendet. Damit wird ein flüssiger und leistungsfähiger Zugbetrieb in Tirol und im europäischen Korridor sichergestellt.
Von 22. August bis 16. September haben die Bauarbeiten zusätzliche Auswirkungen auf den Fahrplan:
- Die Interregio-Züge (IR) enden bzw. beginnen in Wörgl Hauptbahnhof und fahren nicht bis Innsbruck Hauptbahnhof
- Als Ersatz halten Railjet Xpress Züge (RJX) zusätzlich in Jenbach
Fahrplanänderungen im Nahverkehr
Infolge der geänderten Fernverkehrsfahrzeiten und der hohen Streckenauslastung kommt es auch im Nahverkehr in Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg zu Fahrplanänderungen und Zugausfällen. Ein verlässliches und attraktives Verkehrsangebot bleibt in allen Regionen bestehen.
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