Neues Wirtschafts- und Versuchsgebäude der LLA Imst feierlich eröffnet

Mit einem offiziellen Festakt und zahlreichen Gästen aus Politik, Landwirtschaft und Wirtschaft wurde das neue Wirtschafts- und Versuchsgebäude am Gutshof der Landwirtschaftlichen Lehranstalt (LLA) Imst eröffnet. Der moderne Neubau bietet rund 400 Schülerinnen und Schülern optimale Voraussetzungen, um ihr Wissen und ihre praktischen Fertigkeiten weiterzuentwickeln. Gleichzeitig sind dort das landwirtschaftliche Versuchswesen sowie die Genbank des Landes Tirol untergebracht. Besonderes Augenmerk wurde auf eine nachhaltige Bauweise und hohe Energieeffizienz gelegt. Das Land Tirol investierte rund 5,3 Millionen Euro. Die ursprünglich budgetierten Kosten konnten dabei um 300.000 Euro unterschritten werden.


Eine moderne Arbeitsumgebung, zeitgemäße Technologien und ein klarer Fokus auf Nachhaltigkeit prägen das neue Wirtschafts- und Versuchsgebäude am landwirtschaftlichen Lehrbetrieb „Gutshof“ der LLA Imst im Ortsteil Brennbichl. Hier werden künftig Vieh-, Feld- und Ackerwirtschaft sowie die Verarbeitung und Veredelung landwirtschaftlicher Produkte unter modernen Bedingungen vermittelt. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit wurde das Gebäude am 24. September feierlich eröffnet.

Zahlreiche Fest- und Ehrengäste bei der Eröffnungsfeier

LLA Direktor Thomas Moritz konnte zahlreiche Fest- und Ehrengäste begrüßen. Unter den Gästen befanden sich unter anderem Landeshauptmann Anton Mattle, Hochbaureferent Landeshauptmann-Stellvertreter Philip Wohlgemuth, Alt-Landeshauptmann Alois Partl, Bundesrat Christoph Stillebacher, Landtagsabgeordneter Dominik Traxl, Bürgermeister Stefan Weirather, Bezirkshauptfrau Eva Loidhold, Bezirksbauernobmann Andreas Gstrein, Bezirksbäuerin Andrea Lechleitner, Bauernbund-Direktor Peter Raggl, LK-Regions- und Bezirksstellenleiter Otmar Juen, Reinhold Jäger vom Maschinenring Tiroler Oberland sowie Viktor Feichtner von der SVS.  

Seitens der Landesverwaltung nahmen Gerhard Wastian (Abteilung Hochbau), Landesschulinspektorin für das ländliche Schulwesen Maria-Luise Schnegg (Abteilung Landwirtschaftliches Schulwesen und Landwirtschaftsrecht), Christian Partl (Gendatenbank Tirol für Saatgut) sowie der langjährige, mittlerweile pensionierte Landesschulinspektor für das landwirtschaftliche Schulwesen, Stefan Prantauer, an der Veranstaltung teil. Ebenfalls vertreten waren neben dem Architekturbüro auch Delegationen der höheren Schulen aus Imst, der Landwirtschaftlichen Schulen und Haushaltungsschulen Nordtirols, des Rings der landwirtschaftlichen Schulen sowie der ausführenden Baufirmen.

Die Segnung des neuen Gebäudes nahm der Imster Patoralassistent Lorand Veress vor. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Chor der LLA Imst.

Freude über gelungenes Projekt

Für LLA Direktor Thomas war die Eröffnung ein Freudentag: "Die Umsetzung erfolgte ausschließlich mit heimischen Firmen und wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Der Zeitplan konnte eingehalten werden, und sogar die Kosten wurden unterschritten. Statt der budgetierten 5,6 Millionen Euro liegen die Gesamtkosten nun bei rund 5,3 Millionen Euro. Vieles wurde in Eigenleistung durch unsere schulischen Werkstätten errichtet. Nun gilt es, das neue Gebäude gemeinsam mit den Lehrpersonen, Mitarbeitenden und allen Schülerinnen und Schülern mit Leben zu erfüllen."

Auch Landeshauptmann Anton Mattle, selbst Absolvent der LLA Imst, zeigte sich erfreut: „Mit dem neuen Wirtschafts- und Versuchsgebäude am Gutshof der LLA Imst investieren wir in die Zukunft junger Menschen und damit auch in die Zukunft unseres Landes. Wer Landwirtschaft in Tirol erfolgreich weiterentwickeln will, braucht bestens ausgebildete Fachkräfte, moderne Infrastruktur und den Mut, neue Wege zu gehen. Unsere Landwirtschaftlichen Lehranstalten bringen all das zusammen." 

Neubau anstelle des 70 Jahre alten Schweinestalls

Das neue Gebäude wurde an der Stelle des rund 70 Jahre alten Schweinestalls errichtet. Dieser entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen an Sicherheit, Hygiene und Funktionalität. Bei der Planung wurde darauf geachtet, den Neubau behutsam in das bestehende landwirtschaftliche Ensemble sowie in die umliegende Kulturlandschaft einzufügen.

Rund 400 Schülerinnen und Schüler werden hier künftig jedes Jahr ihre praktischen Fertigkeiten unter zeitgemäßen Bedingungen vertiefen.

„Mit dem neuen Gutshof schaffen wir ein modernes und funktionales Gebäude. Gleichzeitig wurde bei der Umsetzung großer Wert auf eine qualitätsvolle und nachhaltige Bauweise gelegt. Damit investieren wir in ein Gebäude, das den Schülerinnen und Schülern beste Rahmenbedingungen bietet und den Gesamtstandort der LLA auch baulich fit für die Zukunft macht“, betonte Hochbaureferent LHStv Wohlgemuth.

Landwirtschaftliches Versuchswesen und Genbank unter einem Dach

Das Gebäude beherbergt neben den Ausbildungsräumen auch das landwirtschaftliche Versuchswesen und die Genbank des Landes Tirol, die als Schatzkammer alter Landsorten gilt. Im neuen Wirtschafts- und Versuchsgebäude werden moderne Ausbildung, praktischer Betrieb sowie Wissen über alte Landsorten und neue Erkenntnisse zu deren Widerstandsfähigkeit und Einsatzmöglichkeiten miteinander verbunden. Die enge Verknüpfung von Schule und Forschung trägt dazu bei, wertvolles Wissen für kommende Generationen zu bewahren und die Tiroler Landwirtschaft bestmöglich auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten.

„Eine zukunftsfähige Landwirtschaft braucht gut ausgebildete Fachkräfte, innovative Methoden und einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen. Dass gleichzeitig auf eine energieeffiziente Versorgung des Gebäudes und die nachhaltige Nutzung der Ressourcen gesetzt wird, ist ein wichtiger und notwendiger Schritt in Richtung einer modernen Landwirtschaft“, so Landeshauptmann Mattle.

Nachhaltige Bauweise, energieeffizienter Betrieb

Auch bei der Bauausführung standen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Mittelpunkt. Das Gebäude wurde ohne zusätzlichen Bodenverbrauch errichtet und überwiegend in Holzbauweise umgesetzt. Das Sockelgeschoss wurde aus Hochwasserschutzgründen in Beton ausgeführt. Zusätzlich flossen rund 200.000 Euro in Hochwasserschutzmaßnahmen.

Die Photovoltaikanlage auf den Dachflächen ist so ausgerichtet, dass der Energieertrag über den Tages- und Jahresverlauf optimiert wird.

Die Wärmeversorgung erfolgt über das Fernwärmenetz der Stadt Imst. Darüber hinaus wurde bereits die technische Infrastruktur für die spätere Installation von Ladestationen für Elektrofahrzeuge und E-Bikes vorbereitet. Der Neubau erfüllt damit die Kriterien des klimaaktiv-Gebäudestandards.


Factbox: Neues Wirtschafts- und Versuchsgebäude „Gutshof“ an der LLA Imst

  • Abbruch Bestandsgebäude: Mai 2025
  • Baubeginn neues Gebäude: Juni 2025 (Bauzeit wurde eingehalten und pünktlich zum Schulstart fertiggestellt und übergeben)
  • Nutzfläche: 933 m2
  • Spitzenleistung Photovoltaikanlage: 74,17 kWp
  • Fläche Photovoltaikanlage: 324 m2
  • Kosten: 5,3 Millionen Euro (unter dem angesetzten Budget der Tiroler Landesregierung von 5,6 Millionen Euro)
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  • Das+Geb%c3%a4ude+steht+rund+400+Sch%c3%bclerInnen+zur+Verf%c3%bcgung%2c+um+ihr+Wissen+zu+vertiefen.
  • Rund+5%2c3+Millionen+Euro+wurden+vom+Land+Tirol+in+den+Neubau+investiert.
  • Zeigten+sich+begeistert%3a+B%c3%bcrgermeister+Stefan+Weirather+(li.)+und+LHStv+Philip+Wohlgemuth.
  • LHStv+Philip+Wohlgemuth%2c+Direktor+LLA+Imst+Thomas+Moritz+und+LH+Anton+Mattle+(v.li.)+bei+der+Er%c3%b6ffnungsfeier.
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