Neues Bergrettungszentrum Imst feierlich eröffnet

Nach einer lange Suche konnte endlich ein neuer und finanzierbarer Standort für das Bergrettungszentrum gefunden werden - direkt beim Kletterturm im Sportzentrum Imst. Insgesamt 617.000 Euro netto wurden in die Adaptierung bestehender Räumlichkeiten sowie in eine Aufstockung samt Einrichtung investiert. Finanziert wurde das Projekt gemeinsam von den fünf Einsatzgemeinden und dem Land Tirol, das eine großzügige Förderung bereitstellte. Am 31. August feierte die Ortsstelle Imst im Beisein von LH Anton Mattle die offizielle Eröffnung.


„Gut Ding braucht Weile“ – dieses Sprichwort beschreibt treffend die langjährige Suche der Imster Bergretter nach einem geeigneten Standort. Nach über zehn Jahren konnte nun ein zentraler Standort gefunden werden. Das neue und zeitgemäße Bergrettungszentrum befindet sich unter dem Kletterturm im Sportzentrum Imst. Insgesamt 617.000 Euro netto wurden in die Adaptierung der bestehenden Räumlichkeiten sowie in eine Aufstockung samt Einrichtung investiert

Die Kosten werden gemeinsam von den fünf Gemeinden des Einsatzsatzgebietes – Imst, Tarrenz, Karres, Karrösten und Arzl im Pitztal – sowie vom Land Tirol getragen. Auch die Bergretter legten beim den Abbruch- und Umbauarbeiten tatkräftig selbst Hand an. Mit den Eigenleistungen konnten zusätzlich Kosten eingespart werden. Zudem fließen auch Beiträge aus der Kameradschaftskasse in die neue Einrichtung. 

Für die Umsetzung wurden fast gänzlich heimische Firmen beauftragt – ein Gewinn für die regionale Wertschöpfung. Besonders erfreulich in Zeiten des Sparens und der knappen Budgets in den Gemeinden ist auch der Umstand, dass der Kostenrahmen mit einer Punktlandung eingehalten werden konnte

Moderne Infrastruktur auf zwei Ebenen

2024 wurden die Lagerflächen unter dem Kletterturm umgebaut. Baustart war am 11. April. Nach der Fertigstellung konnte die Bergrettung bereits im September mit dem Einsatzmaterial dorthin übersiedeln. Untergebracht sind im Untergeschoss neben der Einsatzzentrale unter anderem auch die Umkleidekabinen, Sanitärräume, ein Waschraum, Lagerflächen und die Garage für das Einsatzfahrzeug und den Anhänger. Sogar eine Übungswand für Schulungen und Fortbildungen steht bereit. Mit der Inbetriebnahme werden seither auch alle Einsätze von dort aus abgewickelt. 

Ende Jänner 2025 folgte dann der zweite Teil mit der Aufstockung im Erdgeschoss mittels einer Stahl-/Holzkonstruktion. Im neuen Holzbau sind der Kameradschafts-, der Schulungs- bzw. Seminarraum, eine kleine Küche und Sanitäranlagen mit einer Duschmöglichkeit untergebracht. Dieser Teil ist auch vom Kletterturm aus barrierefrei zugänglich. 

Ein langer Weg zum neuen Zentrum

Die Vorgeschichte ist allerdings eine etwas längere. Über Jahre hinweg dauerte die Suche für einen neuen Standort des Bergrettungsheims. Zuletzt war alles zweigeteilt: Während die Bergrettung in Hoch-Imst samt Gerätschaft beim Lift untergebracht war, parkte das Einsatzfahrzeug in der Tiefgarage des Pflegezentrums Gurgltal in der Oberstadt. Die vorherige Situation war unpraktisch: Nachdem sich die Bergretter zum Einsatz Mitten in Imst trafen, mussten sie anschließend zum Material nach Hoch-Imst hinauffahren. Auch für die Reinigung und die Trocknung der Ausrüstung waren die unterschiedlichen Orte umständlich.   

Um alles zentral an einem Ort zu bündeln, wurde daher intensiv nach einem neuen und finanzierbaren Standort gesucht - mehrere Varianten wurden diskutiert. Unter anderem gab es Ideen bei der Erweiterung der Stadtfeuerwehr, beim Glenthof oder beim Neubau der Rot-Kreuz-Zentrale. Diese zerschlugen sich aus verschiedenen Gründen, wobei sich auch die Finanzierung für die fünf Gemeinden als herausfordernd darstellte. 

Zentrale Lösung für bessere Einsatzlogistik

Letztlich war die Umstrukturierung der Lagerflächen unter dem Kletterturm ein entscheidender Schritt zur Realisierung des Projekts. Nach einer Besprechung mit den Bürgermeistern und einer Förderzage des Landes gab es grünes Licht für das Projekt in den fünf Gemeinden. Die Stadt Imst stellt das Gebäude zur Verfügung und trägt im Aufteilungsschlüssel der Gemeinden den größten Brocken. Besonders erfreulich ist auch, dass es eine hohe Förderung seitens des Landes für den neuen Standort gibt.

Ein Zentrum mit Zukunft

Durch den boomenden Bergsport steigen in den letzten Jahren auch die Einsatzzahlen. Die Ortsstelle Imst der Bergrettung Tirol mit ihren 59 Mitgliedern, davon rund 47 Aktive (darunter acht Frauen), freut sich über den neuen Standort. Mit dem Bergrettungsheim, das auf 320 Quadratmetern Nutzfläche viel Platz bietet, ist ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung gegangen. Vom Einsatzfahrzeug über die Gerätschaft bis zur Reinigung ist nun alles an einem zentralen Ort situiert, was die Abwicklung der Einsätze deutlich erleichtert. Die zentrale Lage, moderne Ausstattung und die Kooperation mit dem Kletterzentrum Imst schaffen optimale Bedingungen für Ausbildung, Einsätze und Gemeinschaft. Zwischen 50 und 70 Einsätze werden von der Ortsstelle Imst pro Jahr verzeichnet, dazu kommen noch rund 120 Aktivitäten (z.B. Übungen oder diverse Veranstaltungen).

Eröffnung mit viel Prominenz

Mit einem Fest wurde das neue Bergrettungszentrum Imst am 31. August offiziell eröffnet. Nach der Feldmesse, die von Stadtpfarrer Dekan Franz Angermayer zelebriert wurde, erfolgte die Segnung der neuen Räumlichkeiten. Ortsstellenleiter Martin Gstrein konnte als Ehrengäste unter anderem LH Anton Mattle, Landesleiter Ekkehard Wimmer sowie die politischen Vertreter aus den Einsatzgemeinden - Bgm. Stefan Weirather (Imst), Vizebgm. Hubert Fischer (Karrösten), Bgm. Martin Gstrein (Karres) und Stefan Rueland (Tarrenz) begrüßen. Auch zahlreiche Bergretter aus dem umliegenden Ortsstellen sowie Vertreter der anderen Blaulichtorganisationen zeigten sich begeistert.

LH Mattle, der seit 45 Jahren Mitglied der Bergrettung Galtür ist und auch 15 Jahre als Landesleiter-Stellvertreter aktiv war, fand lobende Worte für das neue Bergrettungszentrum. Zugleich dankte er den Bergrettern für ihren ehrenamtlichen Einsatz und ihr Engagement. Auch Landesleiter Wimmer und Bürgermeister Weirather verwiesen auf die gute Zusammenarbeit und hoben besonders die Eigenleitung der Bergretter bei den Bauarbeiten hervor. 

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