Neue Parkraumbewirtschaftung für Freizeit- und Bergbahnparkplätze in Imst

Klare Regeln, einfache Nutzung und ein sozial verträgliches Tarifmodell: Ab Sommer 2026 wird auf mehreren städtischen Parkflächen bei den Sportstätten eine Parkraumbewirtschaftung eingeführt. Der Gemeinderat hat den entsprechenden Beschluss am 3. März mehrheitlich gefasst. Das Jahresticket zum Preis von 60 Euro gilt auf allen Freizeit- und Bergbahnparkplätzen. Für Besitzer:innen einer Ganzjahres- oder Saisonkarte der Imster Bergbahnen („Erlebnisticket“) ist das Parken weiterhin inkludiert.


Nach mehreren Jahren intensiver Prüfung und Ausarbeitung führt die Stadt Imst ab Sommer 2026 eine moderne Parkraumbewirtschaftung für die Freizeit- und Bergbahnparkplätze ein. Ziel sind eine faire Kostenverteilung, eine einheitliche Tarifstruktur sowie ein hoher Grad an Benutzerfreundlichkeit. Gleichzeitig soll das System langfristig finanziell und organisatorisch stabil sein. 

Die städtischen Parkflächen bei unseren Sportstätten werden das ganze Jahr über intensiv genutzt – und genau deshalb kommen wir an einer Parkraumbewirtschaftung nicht mehr vorbei. Bisher waren die Parkplätze kostenlos, doch die starke Beanspruchung führt mittlerweile zu erheblichen Kosten für Erhalt, Pflege und Instandhaltung. Mit ihrem Beitrag helfen die Nutzerinnen und Nutzer künftig mit, dass diese wichtigen Anlagen in guter Qualität bestehen bleiben und wir sie auch in Zukunft für alle anbieten können. Und wir stehen mit diesem Schritt nicht allein da: Viele Gemeinden – etwa im Ötztal oder beim Schwimmbad in Telfs – setzen ähnliche Systeme bereits seit Jahren erfolgreich ein“, erklärt Verkehrsreferent und 1. Vizebürgermeister Thomas Schatz.

Die Details und die Tarifgestaltung wurden in den vergangenen Monaten im Verkehrsausschuss umfassend beraten. In der Gemeinderatssitzung am 3. März 2026 wurde die Einführung schließlich mehrheitlich beschlossen.

Mit der neuen Parkraumbewirtschaftung bei den Sportstätten schaffen wir klare, faire und sozial ausgewogene Rahmenbedingungen für Einheimische, Gäste und Betreiber. Die Lösung ist zukunftssicher, kundenfreundlich und entlastet zugleich die öffentliche Hand nachhaltig“, betont Verkehrsreferent Schatz.

Warum eine Parkraumbewirtschaftung notwendig ist

Die Parkflächen in Hoch-Imst, beim Schwimmbad, am Glenthof und beim Sportzentrum unterscheiden sich stark in Nutzung, Lage und technischen Anforderungen. Bisher wurden sie überwiegend kostenlos bereitgestellt, was jedoch zu steigenden Kosten für Winterdienst, Erhaltung und Reinigung führte. Der Gemeinderat setzte daher klare Kriterien: soziale Verträglichkeit, transparente Tarife und eine besonders günstige Jahreskarte. Diese Anforderungen erfüllt das neue Modell vollständig.

Mit der Einführung der Parkraumbewirtschaftung bei den Sportanlagen soll ein Beitrag zur Kostendeckung der Betreuung und Instandhaltung der Parkflächen geleistet werden“, so Verkehrsreferent Schatz.

Abwicklung der Parkraumbewirtschaftung bei den Sportstätten

Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Imster Bergbahnen. Die Abwicklung übernimmt die Stadtmarketing GmbH, die sich seit dem Ausstieg des Tourismusverbandes vollständig im Eigentum der Stadt Imst befindet.

Schon in der Präambel von 2014 waren neben Marketingaufgaben auch die Parkraumbewirtschaftung als Aufgabenbereich der Stadtmarketing & Stadtentwicklung Imst GmbH festgelegt. Für die neue Parkraumbewirtschaftung auf den städtischen Flächen wird daher die GmbH herangezogen. So können wir ein günstiges Parkticket sowie einen attraktiven Jahrestarif für die Parkplätze bei den Sportanlagen anbieten“, informiert Bürgermeister Stefan Weirather.

Wie das neue System funktioniert

Je nach Standort kommen unterschiedliche technische Lösungen zum Einsatz. An stark frequentierten Plätzen wie Hoch-Imst Nord oder beim Sportzentrum arbeitet das System mit moderner Free-Flow-Technologie. Dabei werden Kennzeichen automatisch erfasst, was Parkvorgänge ohne Tickets oder Schranken ermöglicht. Bei diesem System besteht zudem die Möglichkeit, die Parkgebühr innerhalb von 48 Stunden nachzuzahlen.

An anderen Standorten – etwa beim Schwimmbad oder beim unteren Parkplatz Hoch-Imst Süd – bleiben klassische Parkautomaten in Betrieb, bei denen Bar- und Kartenzahlung möglich sind. Unabhängig vom Standort gelten überall dieselben Tarife, und App‑ (Parkster) sowie Kartenzahlung stehen flächendeckend zur Verfügung. Diese flexible technische Lösung erhöht die Benutzerfreundlichkeit und reduziert mögliche Fehlbedienungen. Zudem wird beim Parkplatz in Hoch-Imst Nord (Free-Flow-System) auch ein zusätzlicher Bezahlautomat installiert. 

Ein Wachdienst wird – analog zu den anderen bewirtschafteten Parkflächen im Stadtgebiet – auch jene Parkplätze bei den Sportanlagen kontrollieren, auf denen Parkautomaten zum Einsatz kommen. Dabei wird verstärkt auf die Einhaltung der Parkordnung geachtet. Unter anderem soll verhindert werden, dass Einfahrten zugeparkt werden und dadurch der ungehinderte Zugang für Einsätze von Feuerwehr oder Rettung blockiert wird.

Tarife, Jahreskarten und Entlastungen

Das Tarifsystem wurde bewusst einfach gestaltet: Die ersten 30 Minuten sind auf allen Parkflächen kostenlos. Damit bleibt ausreichend Zeit, um beispielsweise Personen zu den Sportstätten zu bringen oder dort abzuholen. Jede weitere Stunde kostet 80 Cent, wobei der Tageshöchstbetrag bei 4 Euro liegt. Die Tarife orientieren sich an der bestehenden städtischen Gebührenordnung.

Für Personen, die regelmäßig in den Freizeitbereichen parken, steht ein Jahresparkticket um 60 Euro zur Verfügung, gültig auf sämtlichen Freizeit- und Bergbahnparkplätzen. Damit werden besonders Einheimische, Vereine und Familien entlastet. Umgerechnet auf 365 Tage beträgt die tägliche Parkgebühr lediglich rund 16 Cent.

Wer eine Ganzjahres- oder Saisonkarte der Imster Bergbahnen („Erlebnisticket“) besitzt, kann die Parkplätze weiterhin kostenlos nutzen, da das Parken im Ticket bereits inkludiert ist. Eine Doppelbelastung wird damit vermieden. Als zusätzliches Entgegenkommen an die Bevölkerung können alle, die bereits ein Erlebnisticket besitzen, das Parken für den heurigen Sommer freischalten lassen. Dadurch können die Parkplätze bis zum Ablauf der Ticketgültigkeit auch in der Sommersaison 2026 weiterhin kostenlos genutzt werden.

Fahrzeuge der Bergrettung sowie weiterer Einsatz- und Rettungsorganisationen sind bei Einsätzen, Schulungen und Übungen von der Parkgebühr befreit. 

Zusammenarbeit mit Bergbahnen und Stadtmarketing

Die Bergbahnen unterstützen die Einführung des neuen Systems, indem sie Kund:innen bei der Kennzeichenhinterlegung und der Aktivierung bestehender Saisonkarten helfen. Wartung und Reinigung der Parkflächen erfolgen weiterhin durch die Bergbahn, die Kosten werden künftig mit der Stadtmarketing GmbH verrechnet. Gleichzeitig wird die Bergbahn durch die Übernahme des Winterdienstes durch die Stadtmarketing GmbH entlastet. 

Start im Sommer 2026

Die Inbetriebnahme ist für die Sommersaison 2026 vorgesehen. Der genaue Zeitpunkt wird noch gesondert bekannt gegeben. Eine Testphase begleitet den Start, um Abläufe und Nutzerfreundlichkeit weiter zu optimieren. Stadtgemeinde und Bergbahnen bereiten eine gemeinsame Informationskampagne vor, damit alle Nutzer:innen rechtzeitig und verständlich informiert werden.

Factbox: Tarife, Standorte und Bezahlung

Tarife:

  • Tagestarif: 30 Minuten gratis, jede weitere Stunde kostet 80 Cent und ist mit einem Maximalbetrag von 4 Euro gedeckelt (Tagesparkticket). Die Tarife orientieren sich an der bestehenden städtischen Gebührenordnung.
  • Jahresparkticket: 60 Euro pro Jahr (ab Start 365 Tage Gültigkeit), gültig auf allen Freizeit- und Bergbahnparkplätzen.
  • Saison-/Ganzjahreskarte Imster Bergbahnen („Erlebnisticket“): Parken inkludiert, pro Karte nur ein Kennzeichen hinterlegbar (auch Familienkarte), für weitere Kennzeichen ist ein zusätzliches Ticket erforderlich.

Standorte:

  • Free-Flow-Sytem (kamerabasiert): Hoch-Imst Nord, Glenthof, Sportzentrum
  • Parkautomaten: Schwimmbad, Hoch-Imst Süd (unterer Parkplatz)

Bezahlung:

  • Free-Flow-Sytem: App (Parkster), Bankomat-/Kreditkarte, zusätzlicher Bezahlautomat
  • Parkautomaten: Barzahlung, Karten- und App Zahlung (Parkster)
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