Mit der Eröffnung des neuen forKIDS Therapiezentrums und der Lifetool-Beratungsstelle im Aupark Imst entsteht ein moderner Ort, der auf die Bedürfnisse junger Menschen und ihrer Familien zugeschnitten ist. Die steigende Nachfrage nach interdisziplinären Therapieangeboten zeigt, wie wichtig wohnortnahe und ganzheitliche Betreuung geworden ist. Das neue Zentrum vereint unter einem Dach Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie, psychologische Unterstützung sowie Beratung für unterstützte Kommunikation – und bietet damit kurze Wege und umfassende Hilfe für Betroffene.
Der Bedarf an Therapieangeboten für Kinder und Jugendliche steigt seit Jahren. Auch in den forKIDS Therapiezentren des Diakoniewerks merkt man diese Entwicklung. Babys, Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderung erhalten hier Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie oder auch psychologische Behandlung.
Aufgrund der großen Nachfrage übersiedelte Anfang September das forKIDS Therapiezentrum Imst vom Johannesplatz an den neuen Standort im Aupark Imst (Industriezone 36). Am 10. Oktober wurden die neuen Räumlichkeiten im dritten Obergeschoss im Beisein von Vertreter:innen aus Politik, Netzwerkpartner:innen, Eltern und Kindern offiziell eröffnet. Dagmar Fischnaller, Leitung der forKIDS Therapiezentren Tirol, Standortleiterin Sabrina Steiner sowie das gesamte forKIDS-Team begrüßten zahlreiche Ehrengäste, darunter Bundesrat Christoph Stillebacher, Landesrätin Eva Pawlata, Stadtrat Richard Aichwalder, Stephan Mader (Geschäftsführung Diakoniewerk Soziale Dienstleistung GmbH und Diakoniewerk forKIDS Therapie GmbH) sowie Aupark-Vermieter Andreas Gstrein. Die ökumenische Segnung nahmen Olivier Dantine, Superintendent für Salzburg und Tirol, und Lorand Veress, Pastoralassistent der Pfarre Imst, vor.
„Die Freude ist bei allen groß, dass wir die Wiedereröffnung von forKIDS Imst feiern dürfen. Seit 2012 sind wir in der Stadt Imst tätig – damals noch als Eule und seit 2021 als forKIDS Therapiezentrum. In all den Jahren haben wir viel dazugelernt und uns weiterentwickelt, um die therapeutische Versorgung für Kinder und Jugendliche hier anbieten zu können. Der alte Standort entsprach nicht mehr den Ansprüchen, daher war der Schritt in neue, moderne Räumlichkeiten notwendig. Unser Dank gilt den alten und vor allem den neuen Vermietern für ihr Bemühen und Entgegenkommen“, so Geschäftsführer Stephan Mader.
Aktuell werden rund 90 Kinder am Standort in Imst begleitet oder warten auf einen Therapieplatz. Etwa 30 Kinder befinden sich derzeit in der Anmeldung oder im Screening. „Das Angebot in Imst ist sehr wichtig für die Region, und der Bedarf steigt – das zeigen die Zahlen und Entwicklungen der letzten Jahre, speziell seit Corona“, betonte Mader. Besonders hob er die interdisziplinäre Zusammenarbeit und das ganzheitliche Konzept am Standort hervor. Zusätzlich gibt es auch eine Lifetool-Beratungsstelle.
Stadtrat Richard Aichwalder zeigte sich bei einem Rundgang beeindruckt: „Die Ausstattung ist modern und zeitgemäß. Damit haben nicht nur die Kinder und Familien, die hier betreut werden, eine große Freude, sondern auch die Mitarbeiter:innen. Imst mit seinen über 11.000 Einwohner:innen ist auch eine Schulstadt mit über 3.000 Schüler:innen und 550 Kindergartenkindern. Als neuer Bildungsreferent habe ich bei Besuchen in Kindergärten und Schulen gesehen, wo es kleinere und größere Probleme gibt. Daher sind wir über jedes zusätzliche Hilfsangebot froh und unterstützen dies.“
Auch Landesrätin Eva Pawlata lobte das Angebot: „Hier ist eine tolle Therapiefläche entstanden, wo Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und psychologische Behandlung in einem Gebäude möglich sind. Das zeichnet euch aus: Viele Zuständigkeiten und Bereiche sind an einem Standort gebündelt. Das macht die Wege für Eltern kürzer, und die Kinder müssen nicht mehrere Einrichtungen aufsuchen – alles findet unter einem Dach statt.“
Mit den neuen Räumlichkeiten können die zwölf Mitarbeiter:innen noch besser auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen. „Besonders freuen wir uns über unsere therapeutische Kletterwand, die diese Woche fertig aufgebaut wurde“, erzählt Sabrina Steiner, Leiterin des forKIDS-Standortes in Imst. Die Kinder fühlten sich vom ersten Moment an wohl. Die Eltern schätzen die gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel sowie die Parkplätze direkt vor dem Haus. Die Mitarbeiter:innen genießen die größeren Räume und die Küche, die auch für therapeutische Aktivitäten genutzt werden kann.
Neben dem therapeutischen Angebot finden Eltern und Kinder am Standort auch beratende Unterstützung durch eine Lifetool-Mitarbeiterin. „Es geht darum, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu verbessern – unabhängig davon, ob sie durch eine Erkrankung oder einen Unfall nicht mehr gut kommunizieren können“, erklärt Steiner. Die Beraterin stellt mögliche Hilfsmittel vor – von Apps über Taster bis hin zu Spezialsoftware für Augensteuerung. Vieles kann zum Testen für zu Hause ausgeliehen werden. „Die Lifetool-Mitarbeiterin berät nicht nur Angehörige, sondern auch Therapeut:innen, Pädagog:innen und Pflegefachkräfte“, so Steiner abschließend.
Das Diakoniewerk betreibt insgesamt neun forKIDS Therapiezentren im Auftrag des Landes Tirol und der Sozialversicherungsträger. Im Oberland und Außerfern gibt es Standorte in Imst, Zams, Reutte und Telfs. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist zentral für eine qualitätsvolle Therapie für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen. Der Ansatz der integrierten Versorgung umfasst nicht nur die Verschränkung mehrerer Therapiedisziplinen, sondern auch das Einbeziehen von Eltern sowie die Netzwerkarbeit mit Schulen und Kindergärten.
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