Vom 25. bis 27. Juli 2025 wurde Imst erneut zum Treffpunkt für Maskenschnitzer:innen aus dem Alpenraum. Hinter der Johanneskirche versammelten sich Künstler:innen aus Tirol, Italien und der Schweiz, um ihr traditionsreiches Handwerk zu präsentieren. Besucher:innen hatten die seltene Gelegenheit, den Kunstschaffenden hautnah beim Schnitzen ihrer Larven über die Schulter zu schauen.
Die Veranstaltung war eine gelungene Kooperation zwischen der Imster Fasnacht, dem Kulturreferat der Stadt Imst und Imst Tourismus. Bereits in den Jahren 2008 und 2017 war das Consorzio Mascherai Alpini in Imst zu Gast – heuer belebte das Symposium an drei Tagen erneut den Platz hinter der Johanneskirche.
Die feierliche Eröffnung erfolgte durch Kulturreferentin Barbara Hauser, Fasnachtsobmann Manfred Waltner sowie Luigi Revelant, Obmann des Consorzio Mascherai Alpini. Auch Vizebürgermeister Marco Seelos, Stadträtin Pia Walser und GR Christian Gasser sowie die Fasnachtsabordnungen aus Fiss und Nassereith zeigten sich begeistert vom regen Austausch und der lebendigen Atmosphäre.
In ihren Begrüßungsworten bedankten sich Hauser und Waltner bei allen Beteiligten für ihr Engagement und unermüdlichen Einsatz - erwähnt wurden unter anderem die Stadtgemeinde Imst, der städtische Bauhof, der TVB Imst, das Fasnachtskomitee mit allen freiwilligen Helfern, Martin Pilhak (Baumstämme), die HTL Imst (Schnitzbänke), die Sparkasse Imst, die "Hexenmuater" Philipp Larcher mit der Hexenbande (Verpflegung), die Stadtfeuerwehr Imst (Transport) sowie Schnitzer Benjamin Gabl als Ideengeber für die Durchführung der Veranstaltung.
Waltner betonte: „Wir freuen uns, dass das Consorzio bereits zum dritten Mal bei uns zu Gast ist. Gerne zeigen wir den Teilnehmern aus unseren Nachbarländern, was Gastfreundschaft in Tirol – und speziell in Imst – bedeutet. In diesem Sinne erkläre ich das 21. Symposium der Mascherai Alpini für eröffnet und wünsche allen Teilnehmer:innen alles Gute.“
Die Vereinigung wurde 2002 in Tarcento (Friaul, Italien) rund um Luigi Revelant gegründet. Ziel war es, die alpenländische Fasnachtstradition und insbesondere die Kunst der Holzmasken zu bewahren und weiterzugeben. Bald schlossen sich auch Schnitzer:innen aus anderen Regionen Italiens, aus Slowenien, Ungarn und später auch aus Tirol an.
Seit 2005 sind auch Tiroler Künstler:innen Teil des Netzwerks, das enge Verbindungen zu kulturellen Institutionen in Italien und Österreich sowie zur volkskundlichen Forschung pflegt.
Ein zentrales Ereignis der Vereinigung ist das jährliche Symposium, bei dem die Kunst des Holzmaskenschnitzens im Rahmen einer Open-Air-Veranstaltung öffentlich gezeigt wird. Die Teilnehmer:innen tauschen sich aus, beantworten Fragen und geben Einblicke in ihre Techniken.
Als Höhepunkt der Veranstaltung in Imst erfolgte am Samstag eine Buchpräsentation. Die Idee des Obmannes Luigi Revelant, eine Publikation über die Geschichte der Vereinigung, ihre Symposien, die beteiligten Schnitzer und Schnitzerinnen und die jeweiligen Fasnachtsorte herauszubringen, wurde wahrgemacht und konnte erstmals in Buchform bestaunt werden. Das neue "Standardwerk "zum Thema "Il Carnevale" / "Fasnacht" ist im Buchhandel sowie im Imster Fasnachtshaus erhältlich.
1 | 2| 3| 4| > | >|