Imst verwandelt sich im Advent erneut in eine Bühne für Kunst und Kultur: Vom 6. bis 21. Dezember 2025 beleben die Pop-up-Galerien im Rahmen von Kimscht – Kultur in Imst die Innenstadt. An 20 Stationen – von der Oberstadt bis zum Stadtplatz – präsentieren Künstler:innen Lichtkunst, Malerei, Fotografie und Kunsthandwerk. Die Galerien sind jeweils an den Adventwochenenden geöffnet, die Aussteller:innen sind vor Ort. Ziel ist es, die Innenstadt zu beleben und Besucher:innen ein besonderes Kulturerlebnis zu bieten.
Pop-up – etwas, das plötzlich auftaucht und dann wieder verschwindet. Ganz in diesem Sinne werden im Rahmen von Kimscht – Kultur in Imst in der Vorweihnachtszeit wieder Ladenlokale, Plätze, Schaufenster und Auslagen in der Imster Innenstadt mit Kunst und Kultur gefüllt. Auch bestehende Institutionen erweitern ihre Öffnungszeiten. Von Lichtkunst und Malerei bis hin zu Fotografie und Kunsthandwerk gibt es heuer wieder vieles zu entdecken.
Nach der Premiere 2024 setzt Kimscht auch heuer auf temporäre Galerien, die die Innenstadt beleben und Kunst abseits bekannter Institutionen präsentieren. Bei einem Rundgang von der Oberstadt – oberste Station ist das Fasnachtshaus – bis zum Stadtplatz sind an 20 Stationen Kunstwerke zu sehen und zu erleben.
Im Rahmen einer Pressekonferenz am 27. November stellten Kulturreferentin GRin Barbara Hauser sowie Kathrin Deisenberger und Marlene Partl vom Kulturbüro der Stadt Imst das Programm vor. „Kunst schafft Spuren, die über den Moment hinaus wirken. Was im Rahmen von Kimscht sichtbar wird, ist mehr als ein vorübergehendes Ereignis: Es prägt unsere Stadt, formt sie und füllt sie mit Leben. Auch wenn die Installationen und Ausstellungen enden – die Eindrücke, Begegnungen und das Gefühl, Teil von etwas Kreativem zu sein, bleiben bestehen. Kunst ist das, was bleibt – im Raum, im Gedächtnis und in unserer gemeinsamen Identität. Wir freuen uns sehr, auch heuer wieder ein vielfältiges Kunst- und Kulturprogramm im Advent bieten zu können“, leite Hauser ein.
Auf Anregung der Kaufleute beginnt die Aktion heuer eine Woche später, um die Innenstadt bis über Weihnachten zu beleben. Neben dem Imster Weihnachtsmarkt mit dem Weihnachtshaus, der Himmelswerkstatt und dem Krippenpfad sind die Pop-up-Galerien ein zusätzlicher Mehrwert. Viele Besucher:innen aus nah und fern kommen in der Vorweihnachtszeit in die Innenstadt.
Im Gegensatz zum vergangenen Jahr gibt es diesmal keine offizielle Eröffnung. „Die Resonanz auf die Eröffnung und das Rahmenprogramm war nicht so groß. Wir verfügen über ein ganzjähriges Budget für Kimscht und müssen unsere Ressourcen gezielt einsetzen. Nach einer Evaluierung investieren wir das Geld lieber in neue Projekte“, erklärte die Kulturreferentin.
Wichtig: Die Pop-up-Galerien öffnen am Samstag, 6. Dezember um 14 Uhr. Die Künstler:innen sind an den Stationen persönlich vor Ort.
Die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für die Pop-up-Galerien war heuer besonders herausfordernd. „Trotz intensiver Bemühungen des Kulturbüros war es schwierig, freie Lokalitäten zu finden. Es gab viele Absagen, und wir mussten mehrfach kurzfristig umdisponieren. Man glaubt oft, dass es zahlreiche Leerstände in der Kramergasse gibt – das ist aber nicht der Fall“, berichtet Kulturreferentin Hauser. Ein besonderer Dank gilt der Familie Strobl für die großzügige Bereitstellung von Räumen im Decorona-Gebäude.
Neben den Galerien, die das Kulturreferat kuratiert, beteiligen sich zusätzlich 18 Selbstaussteller:innen, die ebenfalls mitbeworben werden. Das Interesse war groß, jedoch konnten nicht alle geeignete Räume finden.
Kimscht sorgt nicht nur im Advent für Impulse: Diverse Workshops, eine Theaterfahrt, Schulprojekte, das Schnitzersymposium (in Kooperation mit der Fasnacht und Imst Tourismus), das Märchenpicknick im Stadtpark, die Bespielung des Kulturfensters und der Blickfang in der Kramergasse sowie das Jahresabschlusskonzert stehen und standen heuer auf der Kulturagenda.
„In Imst ist das ganze Jahr über einiges los. Wir sind stolz darauf und haben ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Gerade in Zeiten von Budgetkürzungen trifft es die Kultur oft zuerst, weil sie vermeintlich nicht notwendig erscheint. Doch wenn das Kulturbüro die Kramergasse nicht bespielt, bleibt sie leer“, stellt Hauser klar.
Auch für 2026 sind Pop-up-Galerien geplant – die konkrete Umsetzung hängt jedoch vom Bauprojekt Decorona ab.
Alle Infos unter: www.imst.gv.at/Kultur_Imst/Kimscht/Pop-up-Galerien
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