Impulsvortrag: "In Erinnerungen schwelgen mit den 4 Labaras“

Veröffentlichungsdatum02.03.2026Lesedauer2 MinutenKategorienGesellschaft, Information
Eine Gruppe von Männern, die in einem Raum mit einem Mikrofon stehen

In Erinnerungen schwelgen mit den „4 Labaras“ – Humor, Geschichte und gelebte Tradition im Café Rosengartl.

Im Café Rosengartl wurde am 27. Februar wurde ein besonderer Nachmittag voller Humor, Erinnerungen und lebendiger Tradition gefeiert: Die Veranstaltung „In Erinnerungen schwelgen mit den 4 Labaras“ zog zahlreiche Besucherinnen und Besucher an und bot ein abwechslungsreiches Programm aus Geschichten, Anekdoten und musikalischer Begleitung. Im Mittelpunkt standen dabei die Labaras, deren Erzählkunst seit Generationen das kulturelle Gedächtnis Imsts prägt. Die Impulsveranstaltung ist Teil des Projekts "Langes Leben".


Ein Nachmittag voller Lachen, Erinnerungen und spürbarer Lebensfreude erfüllte das Rosengartl Café: Die Veranstaltung „In Erinnerungen schwelgen mit den 4 Labaras“ erwies sich als Publikumsmagnet und berührte zugleich Herz und Humor der Besucherinnen und Besucher. Schon die einleitenden Worte machten klar, was diesen besonderen Nachmittag prägen sollte: "Alles, was erzählt wurde, war wahr – und was vielleicht nicht ganz wahr war, zumindest gut erzählt."

Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart

Durch das Programm führte Moderator Gottfried Mair, der das Publikum auf eine Zeitreise mitnahm. Er erinnerte an die historischen Hofnarren des Mittelalters, die als Einzige den Mächtigen offen die Wahrheit sagen durften – verpackt in Witz, Spott und Übertreibung. Damit schlug er die Brücke zu den heutigen Meistern des erzählerischen Humors: den Labaras.

Die Labaras – lebendige Chronisten des Dorflebens

Mit dabei waren Junglabara Georg Posch, Labara Vier Lukas Schwetz, Zylinderlabara Richard Larcher mit Schatz Stefan sowie Gögslelabara Roland Sager, musikalisch begleitet von Zitherspieler Hansjörg Wagner. Gemeinsam zeigten sie eindrucksvoll, dass ihre Kunst weit mehr ist als bloßer Spaß: Es sind lebendige Chroniken des Dorflebens, humorvolle Spiegel der Gesellschaft und liebevolle Erinnerungen an Menschen und Ereignisse.

Eine Gruppe von Männern, die um einen Tisch stehenModerator Gottfried Mair mit Lukas Schwetz, Georg Posch, Richard Larcher und Roland Sager (v.l.).

Einblick in Tradition, Geschichten und Humorregeln

In zwei Gesprächsrunden gewährten die Deklamatoren Einblicke hinter die Kulissen ihrer Tradition. Sie erzählten von Namensherkünften, von der Entwicklung seit Kriegsende, von Probenarbeit und Geheimhaltung, von der Auswahl ihrer „Opfer“ und von den feinen Regeln des Humors. Persönliche Anekdoten – etwa von frühen Auftritten oder legendären Fasnachtsmomenten – sorgten für zahlreiche Lacher und spontanen Applaus.

Ein Höhepunkt war der humoristische Reimblock: Vier Labaras, vier Reime, vier Stück gelebte Geschichte. Gerade weil viele Zuhörer die erwähnten Personen, Orte und Eigenheiten kannten, entfalteten die Geschichten ihren besonderen Charme. Hier wurde deutlich: Diese Form der Erzählkunst ist nicht nur Unterhaltung, sondern gelebte Kultur.

Die Essenz des Humors: Sich selbst nicht zu ernst nehmen

Zum Abschluss brachte Moderator Mair die Stimmung auf den Punkt: "Wer über sich selbst lachen könne, lebe länger. Und wer Teil einer Geschichte werde, bleibe in Erinnerung – und damit ein Stück lebendig. Genau darin liege vielleicht das Geheimnis eines guten Lebens: Geschichten zu haben und Menschen, mit denen man sie teilen kann."

So blieb am Ende eine Erkenntnis, die wohl alle Anwesenden teilten: Die Labaras bewahren nicht nur Geschichten – sie bewahren auch Lebensfreude. In Imst treffen Wahrheit und Humor auf gelebte Tradition.

Eine Gruppe von Männern steht in einem Raum mit Tischen und Stühlen

DatenquelleAussendung Gottfried Mair