Einen kühlen Kopf bewahren - hilfreiche Tipps gegen Hitze

Symbolbild Thermometer

Mit den Anstieg der sommerlicher Temperaturen heißt es nun auch wieder die Hitzeschutztipps zu beachten. (Symbolbild) © pixaby/geralt

Hohe Temperaturen und Hitzewellen stellen für die gesamte Bevölkerung ein Risiko dar. Hitzetage und länger andauernde Hitzeperioden können körperlich sehr anstrengend sein. Nicht selten führen sie zu ernsthaften Gesundheitsproblemen. Einfache Maßnahmen helfen der Bevölkerung dabei, die heißen Tage gut zu überstehen. Das Befolgen einiger nützlicher Ratschläge ist für jede:n von uns wohltuend und auch gesund. Auf www.tirol.gv.at/hitze finden Sie alle Informationen zum Thema Hitze und Gesundheit.


Der Klimawandel führt zu einer Erderwärmung. Dazu gehören beispielsweise Veränderungen von Faktoren wie der Lufttemperatur oder des Niederschlages. ExpertInnen sind sich einig, dass durch die Erderwärmung auch Extremwetter-Ereignisse wie beispielsweise Hitzewellen oder Dürre zunehmen werden. Hitze hat einen starken Einfluss auf den menschlichen Körper. Vor allem ältere und pflegebedürftige Menschen leiden besonders unter Hitze. Oftmals hat ihr Körper Probleme, die eigene Temperatur zu regulieren, da die Abkühlmechanismen nicht mehr so gut funktionieren. Die Temperatur des Körpers kann sich bei Hitze schnell auf ein gesundheitsgefährdendes Niveau erhöhen.

Wirkung von Hitze auf den Körper

Der Körper versucht, die Kerntemperatur (ca. 37,8°C) zu halten. Dazu gibt es automatisierte Mechanismen, die der Körper bei hohen Temperaturen startet: Die Blutgefäße weiten sich. Dadurch soll warmes Blut vermehrt in Arme und Beine fließen, um an der Oberfläche Wärme an die Umgebung abzugeben. Außerdem wird die Schweißproduktion verstärkt. Schweiß verdunstet auf der Haut, um den Körper zu kühlen.

Wer ist besonders betroffen?

Das Hitzeempfinden ist individuell unterschiedlich. Ältere Menschen ab 65 Jahren leiden besonders unter Hitze. Oftmals hat ihr Körper Probleme, die eigene Temperatur zu regulieren, da die Abkühlmechanismen nicht mehr so gut funktionieren. Die Schweißproduktion setzt bei älteren Menschen später und geringer ein. Die Abgabe von Wärme über die Haut ist somit erschwert. Häufig haben ältere Menschen ein mangelndes Durstempfinden: Sie trinken also zu wenig, wodurch die Fähigkeit zu schwitzen weiter reduziert wird und die Nieren belastet werden. So kann sich die Temperatur des Körpers bei Hitze schnell auf ein gesundheitsgefährdendes Niveau erhöhen. Bei Kindern unter zehn Jahren funktionieren die Mechanismen ebenfalls noch nicht so gut, auch sie sind gefährdet.

Plötzlicher Temperaturwandel

Grundsätzlich kann sich der Organismus an Hitze anpassen. Dieser Anpassungsprozess verläuft jedoch insbesondere bei den Risikogruppen verhältnismäßig langsam und eingeschränkt. Das Gesundheitsrisiko steigt, wenn sich der Körper bei den ersten hohen Temperaturen noch nicht auf solche eingestellt hat. Ebenfalls belastend sind länger anhaltende Hitzeperioden im Sommer mit hoher Luftfeuchtigkeit, schwachem Wind und  hoher Sonneneinstrahlung – insbesondere wenn die Nachttemperaturen nicht unter 20 Grad Celsius sinken.

Nicht vergessen: Selbstschutz!

Damit Sie Ihre Angehörigen bestmöglich versorgen können, ist auch Ihr Wohlergehen entscheidend! Achten Sie daher darauf, wie es Ihnen geht und dass auch Sie trotz der hohen Temperaturen handlungsfähig bleiben. Viele Tipps können Sie auch an sich selbst anwenden, um Ihren Körper vor der Hitzebelastung zu schützen.

Fünf praktische Tipps gegen Hitze

  1. Gesunder Wasserhaushalt: Ausreichend trinken, regelmäßig trinken und abwechslungsreicht trinken - mindestens 1,8 Liter Flüssigkeit täglich trinken.
  2. Leichter Sommerspeiseplan: Fruchtig frisch, locker leicht - viel wasserreiches Obst und Gemüse essen und auf leichte Kost achten.
  3. Kurzfristige Kühlung: Feuchte Umschläge (auf Armen, Beinen, Stirn oder Nacken), kalt Duschen und kühlende Wassersprays.
  4. Vorsicht statt Nachsicht: Bei ersten Symptomen sollte man sich umgehend aus der Hitze bzw. der Sonne begeben.
  5. Erster Hilfe im Ernstfall: Kleidung lockern, Kühlung sicherstellen, ausreichend Flüssigkeit trinken und im Notfall die Notrufnummer wählen!


Plakat Hitzeschutztipps

Weitere Informationen zum Thema Hitzeschutztipps hat das Land Tirol zusammengestellt:

Broschu_re_Hitzeschutz.pdf herunterladen (0.57 MB)

Senioren_und_Hitze_Hitzeschutz.pdf herunterladen (9.62 MB)

Hitzeschutzplakat.pdf herunterladen (0.36 MB)

 Auf www.tirol.gv.at/hitze finden Sie alle Informationen zum Thema Hitze und Gesundheit.

(Quelle: Land Tirol)