Decorona Quartier als neuer Impuls für die Imster Innenstadt

In der Imster Kramergasse starten nach mehreren Jahren intensiver Vorbereitung die Bauarbeiten für das neue Decorona Quartier. Mit einer Investition von rund 25 Millionen Euro setzt die Strobl Group ein wichtiges städtebauliches Signal. Der offizielle Spatenstich erfolgt im Sommer 2026. Das Projekt, das moderne Wohn-, Büro- und Geschäftsflächen, eine Tiefgarage sowie neue Begegnungsräume und Passagen vereint, markiert den Beginn eines lang erwarteten Strukturwandels in der Imster Innenstadt. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2028 vorgesehen. 


Viele Besucherinnen und Besucher der Imster Innenstadt haben das großformatige Plakat am „Lung-Haus“ am Eingang der Kramergasse bereits bemerkt. „Decorona Quartier: Das neue Gesicht von Imst!“ steht dort in großen Lettern geschrieben.

Im Rahmen einer Pressekonferenz am 11. Februar präsentierte die Strobl Group nun erstmals detaillierte Informationen sowie den Zeitplan für die Umsetzung. Nach rund vier Jahren Entwicklungs- und Planungsarbeit liegen mittlerweile alle notwendigen Bescheide vor – und damit die Grundlage für einen architektonischen und städtebaulichen Wandel im Herzen von Imst. Ab Sommer 2026 entstehen sechs zeitgemäß gestaltete Baukörper, die eine wichtige Rolle bei der Revitalisierung der Innenstadt spielen werden.

25 Millionen für die Innenstadtentwicklung

Für uns ist das Decorona Quartier ein Herzensprojekt und ein weiterer Baustein für eine lebendige Innenstadt. Unsere Familie ist seit Generationen in Imst tätig und lebt in unmittelbarer Nachbarschaft – das Projekt ist uns daher ein persönliches Anliegen. Seit 2021 sind wir bemüht, die Liegenschaft zu entwickeln. 2023 konnten wir diese schließlich käuflich erwerben und im Herbst 2024 zusätzlich das Gebäude Kramergasse 2 zur Abrundung des Gesamtprojekts. Der Dank gilt der Stadtgemeinde Imst für die jahrelange Unterstützung sowie der Sparkasse Imst, die das Projekt als Kreditgeber ermöglicht“, betonte Michael Strobl.

Insgesamt fließen rund 25 Millionen Euro in die Realisierung. Der Spatenstich erfolgt im Sommer 2026, die Fertigstellung ist für 2028 geplant. 

Architektonische Eckdaten

Architekt Severin Hamberger erläuterte die zentralen Projektkennzahlen. Der Bauplatz umfasst rund 3.300 Quadratmeter mit sechs Gebäudeteilen, die insgesamt 9.182 Quadratmeter netto Nutzfläche und rund 38.000 Kubikmeter Baumasse umfassen. 

Vier dieser Gebäude werden teilweise oder vollständig neu errichtet. Gleichzeitig bleibt wertvolle historische Substanz erhalten – darunter das namensgebende Decorona-Haus, dessen Wurzeln bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Historische Substanz und moderne Architektur werden zu einem stimmigen Ensemble verknüpft. Auch das ‚Lung-Haus‘ wird baulich aufgewertet. Zusammen mit dem adaptierten Lainplatz entsteht ein ansprechendes Entrée in die Kramergasse“, informierte Hamberger

Das neue Quartier bietet 50 Wohneinheiten in Zwei-  bis Vier-Zimmergrößen sowie großzügige private Freiflächen wie Balkone, Terrassen und überdachte Außenbereiche. Die Passagen und Öffnungen schaffen Durchlässigkeit und verbessern das städtische Gefüge. Zwischen den Richtung Gurgltal ausgerichteten Gebäuden entstehen attraktive Aufenthaltsbereiche, und auch der Lainplatz wird integriert. Eine zweigeschossige Tiefgarage mit 89 Stellplätzen sorgt für zeitgemäße Mobilität.

Positive Signale aus Politik und Wirtschaft

Große Freude bei der Präsentation herrschte auch bei Bürgermeister Stefan Weirather: „Ich bin seit 2024 Mitglied des Gemeinderates, aber ein derartiges Investitionsvolumen im Zentrum hatten wir bisher nicht. Seit 2021 gab es zahlreiche Planungen, Beschlüsse und Einsprüche. Die Mehrheit des Stadt- und Gemeinderates hat jedoch die positiven Effekte erkannt und die Umsetzung unterstützt. Das Echo aus der Bevölkerung ist überwiegend positiv, auch wenn vereinzelt kritische Stimmen zur Verkehrssituation und Einbahnregelung in der Kramergasse kommen. Unser Dank gilt der Firma Strobl für ihren langen Atem und unternehmerischen Mut.“ 

Auch Mario Kometer, Vorstand der Sparkasse Imst AG, betonte die Bedeutung des Projekts: „Die Dimensionen und das Volumen sind beeindruckend. Wir sind vom Projekt begeistert und leisten gerne einen Beitrag zur Entwicklung des Stadtteils. Als Bankinstitut nehmen wir unsere regionale Verantwortung wahr.“ In diesem Zusammenhang verwies der Vorstand auch darauf, dass der Impuls, der vor Jahren mit der Neugestaltung des Sparkassenplatzes gesetzt wurde, bereits wieder verpufft sei. „Solch ein neues Projekt in dieser Dimension ist wichtig für die lokale Wirtschaft und es strahlt auch über die Innenstadt hinaus.“

Entwicklung mit Weitblick

In den vergangenen Jahrzehnten sind mehrere Versuche unternommen worden, die Entwicklung im Herzen von Imst wiederzubeleben“, so Bürgermeister Weirather. Das ehemalige Lebensmittelgeschäft musste aufgrund fehlender Frequenz schließen. Auch Stadtmarketing und Veranstaltungen hätten Impulse gesetzt. Aufgrund der räumlichen Situation sei die Kramergasse jedoch ein herausfordernder Bereich, der eine kluge Entwicklung erfordere.

Der Bürgermeister hob die laufenden und abgeschlossenen privaten Revitalisierungsprojekte positiv hervor. „Vom Sparkassenplatz bis hin zum Pflegezentrum tut sich einiges. Wir hoffen auf weitere Nachahmer und Investitionen im Kernbereich. Mit einem einladenden Zentrum und einem attraktiven Angebot können wir wieder Leben in die Innenstadt bringen. Die Mehrheit im Gemeinderat ist der Meinung, dass die Entwicklung künftig in Richtung Fußgängerzone gehen soll. In der Kramergasse sollen sich Menschen und nicht Autos bewegen. Mit dem Erwerb des Kuen-Areals und dem Ausbau des Widumsparkplatzes im heurigen Jahr schaffen wir zusätzliche Parkflächen, damit die Besucherinnen und Besucher fußläufig in die Stadt kommen.“

Die Besucherzahlen der Rosengartenschlucht oder des Imster Advents zeigten klar, dass die Innenstadt über das Jahr hinweg gut frequentiert sei. „Die Stadt funktioniert als Ganzes. Seit Beginn meiner Bürgermeister-Amtszeit im Jahr 2010 hat sich die Kommunalsteuer von 2,3 auf 7,3 Millionen Euro erhöht. Im Kerngebiet gibt es derzeit mehr Arbeitsplätze als vor 30 Jahren, wobei es sich nun großteils um Dienstleistungsberufe handelt.“

Hohe Nachfrage nach Erdgeschossflächen

Der Projektstart für das neue Decorona Quartier ist bereits von großem Interesse begleitet. Die Erdgeschossflächen sind laut der Strobl Group bereits weitgehend vergeben – unter anderem an medizinische Praxis- und Büroeinheiten sowie einen Kinderhort. Auch in den Obergeschossen entstehen gewerbliche Flächen für Praxen, Therapieeinrichtungen, Büros und Kanzleien.

Im historischen Decorona-Haus wird künftig hochwertige Gastronomie Einzug halten. Dies ist ein weiterer Baustein in Richtung Genuss- und Aufenthaltsqualität. „Wir erneuern die historische Substanz mit größtmöglicher Behutsamkeit. Ein gutbürgerliches wie internationales Gastronomieangebot, ergänzt durch einen Barbereich im Untergeschoss und eine Terrasse im Innenhof, wird das Quartier zusätzlich beleben. Die Pächterfamilie steht bereits fest“, so Michael Strobl.

Ort mit Zentrumsstruktur

Das gesamte Ensemble ist darauf ausgerichtet, ein Ort der Begegnung mit klarer Zentrumsidentität zu werden. „Menschen, die in die Innenstadt ziehen, schätzen kurze Wege zu zentralen Einrichtungen wie Banken, Arztpraxen, Apotheken oder Therapieangeboten. Gleichzeitig wünschen sie sich Räume für Austausch und ein angenehmes Wohnumfeld. Beides soll hier vereint werden – durch helle Wohnräume mit Blick Richtung Gurgltal und Tschirgant sowie ein ausgewogenes Miteinander von Ruhe und urbaner Lebendigkeit“, hebt der mit innenstädtischen Projekten erfahrene Immobilienentwickler das parallele Angebot von Ruhe und lebendigem Miteinander hervor.

Lebensmittel-Versorger: Bereits konkretes Interesse

Ein wesentlicher Baustein der Innenstadtentwicklung könnte ebenfalls bald Realität werden: Ein erfahrener Betreiber signalisiert konkretes Interesse an der Ansiedelung eines Lebensmittel-Nahversorgers im Quartier. Aktuell führt die Strobl Group Gespräche mit der Stadtgemeinde Imst, um die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Umsetzung auszuloten.

Die Stadt hat jetzt die Chance, ein lang formuliertes Ziel zu erreichen. Viele wünschen sich ein kleines Lebensmittelgeschäft in der Kramergasse – nun gilt es, diese Gelegenheit zu nutzen“, unterstreicht Michael Strobl.

Baumaßnahmen: Einschränkungen nur vorübergehend

Während der Bauzeit wird es zu temporären Einschränkungen in der Kramergasse kommen. Die bereits jetzt als Einbahn geführte Straße bleibt jedoch größtenteils einspurig befahrbar. Allfällige Behinderungen durch Abbruch- oder Bauarbeiten werden frühzeitig kommuniziert. Der ungehinderte Ablauf des Imster Schemenlaufens im Februar 2028 ist jedenfalls gesichert.

Weitere Informationen: www.decorona.at.

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